Sechs von zehn Menschen mit Behinderung leben mit Unterstützung in eigener Wohnung - LWL finanziert Unterstützung beim Wohnen oder zur Beschäftigung für rund 70.000 Menschen mit Behinderung in Westfalen-Lippe

Westfalen-Lippe (lwl). Bundesweit bekommen knapp 408.000 Menschen mit Behinderung Unterstützung beim Wohnen und im Alltag. Davon lebt etwas mehr als die Hälfte (51 Prozent) mit ambulanter Unterstützung in den eigenen vier Wänden. Mit 59 Prozent verzeichnet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seiner Region die zweithöchste Ambulantisierungsquote aller Flächenländer in der Bundesrepublik und den vierthöchsten Wert im Bundesvergleich hinter den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und dem LVR. Insgesamt finanziert der LWL Wohnunterstützung sowie Leistungen zu Arbeit und Beschäftigung im Rahmen der Eingliederungshilfe für rund 70.000 Menschen mit Behinderung.

Der Kennzahlenvergleich in der Eingliederungshilfe wird jährlich von der Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Eingliederungs- und Sozialhilfe (BAGüS) veröffentlicht. Die aktuelle Ausgabe bezieht sich auf das Berichtsjahr 2018.

Über die aktuellen Entwicklungen in den Bereichen Wohnen sowie Arbeit und Beschäftigung für Menschen mit Behinderung sagt LWL-Sozialdezernent Matthias Münning, der auch Vorsitzender der BAGüS ist: "Die Zahl der Menschen mit Behinderung, die Unterstützung der Eingliederungshilfe benötigen, steigt in Westfalen-Lippe und deutschlandweit - um 2,1 Prozent im Bundesschnitt bei den Leistungen zum Wohnen und um 0,7 Prozent im Bereich von Arbeit und Beschäftigung. Die Eingliederungshilfe ist mit einem Finanzvolumen von insgesamt rund 18 Milliarden Euro bundesweit die mit Abstand größte Sozialhilfeleistung." Das Bundesteilhabegesetz ziele auf eine stärkere individualisierte Unterstützung und eine passgenauere Steuerung der Leistung.

Münning betonte, wie wichtig selbstständige Wohnformen für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung seien: "Menschen mit Behinderungen sollen, wie alle anderen, frei entscheiden können, wo und mit wem sie leben und wohnen möchten - im Heim, in einer Wohngemeinschaft oder einer eigenen Wohnung. Eine eigene Entscheidung zu treffen bedeutet ein Mehr an Selbstbestimmung und Selbstständigkeit für die Betroffenen, wie es das Bundesteilhabegesetz vorsieht."

Im Gebiet des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe erhalten rund 53.000 Menschen mit Behinderung eine Wohnunterstützung der Eingliederungshilfe, rund 31.000 von ihnen (59 Prozent) leben mit ambulanter Unterstützung in den eigenen vier Wänden. Dieser Anteil schwankt zwischen den Städten und Kreisen in Westfalen-Lippe zwischen 46 Prozent im Kreis Höxter und 71 Prozent in Bielefeld und im Märkischen Kreis.

Anteil der ambulanten Unterstützungsangebote Ende 2018 / Zahl der Menschen mit Wohnunterstützung insgesamt (ambulant und stationär)

Bielefeld / 71 Prozent / 3.719

Bochum / 63 Prozent / 2.323

Bottrop / 59 Prozent / 726

Dortmund / 63 Prozent / 3.752

Gelsenkirchen / 51 Prozent / 1.630

Hagen / 57 Prozent / 1.246

Hamm / 58 Prozent / 1.109

Herford / 56 Prozent / 1.277

Herne / 53 Prozent / 923

Münster / 65 Prozent / 2.345

Kreis Borken / 51 Prozent / 2.324

Kreis Coesfeld / 47 Prozent / 1.278

Ennepe-Ruhr-Kreis / 64 Prozent / 2.265

Kreis Gütersloh / 61 Prozent / 1.987

Kreis Herford / 56 Prozent / 1.277

Hochsauerlandkreis / 51 Prozent / 1.627

Kreis Höxter / 46 Prozent / 799

Kreis Lippe / 50 Prozent / 1.826

Märkischer Kreis / 71 Prozent / 3.146

Kreis Minden-Lübbecke / 52 Prozent / 1.989

Kreis Olpe / 58 Prozent / 752

Kreis Paderborn / 56 Prozent / 1.528

Kreis Recklinghausen / 55 Prozent / 3.914

Kreis Siegen-Wittgenstein / 53 Prozent / 1.550

Kreis Soest / 56 Prozent / 1.881

Kreis Steinfurt / 61 Prozent / 3.009

Kreis Unna / 59 Prozent / 2.195

Kreis Warendorf / 53 Prozent / 1.760

LWL-Gesamt / 59 Prozent / 53.070

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